Montag, 27. Juni 2011

Das ist keine Integration - Scharia Eherecht in der Schweiz

Integration heisst für mich...
...dass ich mich an die Gesetze des Landes halte in dem ich Gast bin. Wünschenswert ist, wenn ich Freiraum erhalte um mein kulturelles Erbe zu bewahren. Auch in Saudi Arabien lassen sich unter gewissen Umständen durchaus christliche Gottesdienste abhalten, wenn dazu keine Muslime eingeladen werden und er in Privaträumen stattfindet. Wenn ich aber meine, dass ich in diesem Land meinen Glauben wie in meinem Heimatland leben kann, hat das meiner Meinung nichts mit Integration sondern mit Überheblichkeit zu tun.

Die überwiegende Mehrheit der Muslime sind...
...nicht gewalttätig und extremistisch ) 90% der muslimischen Weltbevölkerung). Sie arbeiten und haben ihren Platz in der Schweizer Gesellschaft gefunden. Die Muslime in der Schweiz bestehen nicht nur aus den Mitgliedern vom islamischen Zentralrat. Diese Mehrheit würde von der Schweiz auch nicht erwarten, dass ein christliches Land das Scharia Eherecht einführt. Auf diese hinrverbrannte absurde Idee können auch nur in der Schweiz tätige Wissenschaftler kommen. (Link zum Artikel in der Pendlerzeitung 20min)

Heiraten mit 16 Jahren, Polygamie...
...wiedersprechen allem was in der Schweiz gelehrt und gelebt wird. Das Scharia-Eherecht steht im Wiederspruch zu unserer Geschichte und unseren Gesetzen. Es öffnet Tor und Tür für die Unterdrückung und den Missbrauch von Mädchen und Frauen. Wenn dieses Recht in muslimischen Länder gilt muss ich das nicht bejahen und gut finden. Ich bin auch gegen die Todesstrafe habe aber die USA und China bereist. Wenn man aber meint, dass so die Integration von Muslimen in der Schweiz gefördert wird, kann meiner Meinung nach als dumm bezeichnet werden. Wer hat's (gem. dem Artikel in 20min) erfunden, die Professorin Andrea Büchler.


Ausländische Sitten, Gebräuche und Gestze importieren...
...fördert, dass unsere ausländischen Gäste unter sich bleiben. So können sie in der Schweiz eine eigenen Subkultur, einen Staat im Staat aufbauen. So ist jede Motivation sich zu integrieren und einen Platz in der Gesellschaft des Gastlandes zu finden zerstört. Integration heisst immer bis zu einem gewissen Grad auch Anpassung. So erreichen wir das bestimmt nicht. Scharia Eherecht in der Schweiz ist meiner Meinung nach gequirlte Hühnerkacke, und um das festzustellen braucht es keinen Professorinentitel.

Ich bin kein Freund der SVP...
...aber was zu weit geht geht zu weit.

Warum Christen keinen Sex vor der Ehe haben und 10% ihres Einkommens der Kirche abliefern

Christen haben...
...keinen Sex vor der Ehe, Homosexualität ist eine Sünde und sie müssen mindestens 10% ihres Einkommens ihrer Kirche abgeben. Hugo Stamm und Georg Otto Schmid warnen vor diesen Zuständen. Diese Klischees in den Artikeln der Pendlerzeitung 20min sind so sicher wie das Amen in der Kirche.

Warum ist der christliche Glaube...
...anscheinend so eingengend, mit einem Funfaktor unter 0 (mit Ausnahme der Gottesdienste vom ICF, und von den Gesetzen, Vorschriften der Bibel geprägt? Warum wirken Christen auf ihr Umfeld oft überheblich, besserwisserisch und rechthaberisch?

Der Glaube lässt sich eigentlich nicht...
...beweisen oder erklären. Selbst die Bibel ist nicht so klar und eindeutig wie viele das gerne hätten. Es gibt so viele Arten sie zu interpretieren wie es LeserInnen gibt und niemand von ihnen kann mit 120prozentiger Sicherheit sagen, dass seine Auslegung die richtige und einzige von Gott anerkannte Deutung ist.

Der Mensch kann mit Freiheit nicht...
...umgehen. Darum sucht er immer nach seinen Grenzen. Die meisten kennen und erkennen sie mit zunehmendem Alter besser, einige bleiben immer Kinder. Damit wir uns sicher fühlen stellen wir Regeln auf die unser Zusammenleben bestimmen oder ermöglichen. Der christliche Glaube befreit uns eigentlich von vielen unmenschlichen Gesetzmässigkeiten dieser Welt wie z.B. nur der Stärkste überlebt, Leistungsdruck u.v.m. doch...

Christen brauchen Regeln...
...damit sie nicht vom Pfad der Tugend abweichen. Darum wird die Bibel ähnlich wie im Judentum mit unzähligen Predigten, Auslegungen, Ratgebern und gescheiten Büchern ergänzt. Die allgemein christliche Norm (ACN) wird zum Gesetz und faktisch der Bibel gleichgesetzt. Damit die Gläubigen in der grausamen Welt nicht untergehen und wieder der Sünde verfallen wird ihnen eine klar abgesteckte Weide zugewiesen.

Ein Leben zwischen Gottesdienst und...
...Hauskreis, bestimmt durch die Bibel und das Gemeindeprogramm sollte genügen, dass ein Mensch gerettet wird und in den Himmel kommt. Viele dieser gutgemeinten "christlichen" Leitlinien machen Sinn und helfen wirklich. Genau diese Anstrengungen den Glauben zu definieren, erklär- und erfassbar zu machen wird von allen Menschen in und ausserhalb der Kirche sehr wohl wahrgenommen.

Kein Wunder merken die Leute, wenn ein Christ...
...nicht diesen Regeln entspricht. Ein "extremes" Beispiel: Wenn ein Vater gegen aussen den Gläubigen markiert seine Kinder aber verprügelt, dann entspricht er nicht dem Bild welches sich die Christen  gegeben haben.

Glaube lässt sich in...
...in kein Schema pressen. Glauben wird erlebt und erfahren in der Gemeinschaft mit Gott, anderen Christen und im Bibellesen. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen sich auf die ursprünglichen Werte besinnen und der Glaube als Befreiung erleben und sich nicht von menschgemachten Vorschriften und Anweisungen einengen lassen.

Sonntag, 19. Juni 2011

Sexualunterricht an der Schule kann sexuellen Missbrauch fördern

Jedes 3. Mädchen und jeder 7. Junge...
...erfahren in ihrem Leben Grenzüberschreitungen (Gewalt, sexeuller Missbrauch). Kritische Stimmen und Gegner des geplanten Sexualunterrichts werden in die konservativ, christliche Ecke gedrückt. Dabei werden berechtigte Fragen und Kritik als Angriff der christlichen Taliban auf fortschritliche Erziehungsmethoden abgetan. "Niemand" hinterfragt mehr ob die Kinder z.B. mit den praktischen Übungen nicht überfordert sind.

Ein Missbrauchsopfer lernt im Unterricht...
...dass es normal ist, dass andere "behilflich" sind den eigenen Körper zu entdecken. Dann ist es also normal, was der Onkel mit mir macht. Was passiert, wenn sich die Kinder, auf Aufforderung der Lehrperson gegenseitig massieren sollen ... und das jemand nicht möchte? Wird es dazu aufgefordert trotzdem am Unterricht teilzunehmen? Gibt es wirklich den Freiraum, dass ein Kind auch Nein sagen kann? Wenn es ihn wirklich gibt, wie steht es mit dem Gruppendruck? Wenn die gesamte Klasse sich gegenseitig massiert will doch niemand als Feigling dastehen und macht mit auch wenn er das nicht will.

Durch Nachahmen lernen Kinder...
...sehr viel. Wenn sie also in der Schule erfahren was es alles für Sexualpraktiken gibt, dann ist es möglich, dass sie das auch ausprobieren wollen, womöglich mit jüngeren Geschwistern und oder mit den Nachbarskindern. Ja ich weiss, das ist weit hergeholt - aber dennoch möglich. Wenn Kinder und Jugendlichen die Türe zu einer neuen faszinierenden Welt (staatlich verordnet) zu früh aufgestossen wird kann das negative und destruktive Auswirkungen auf ihre Entwicklung haben.

Im Internet werden wir...
alle mit (zu viel) Sexualität konfrontiert die auch für Erwachsene ungesund ist. Mit diesem Argument erhält der Sexualunterricht gem. Lehrplan einen Persilschein. Es wird nicht mehr gefragt und hinterfragt, denn es ist besser wenn Kinder unter staatlicher Aufsicht Erotik, Sex, Porno ansehen als zu Hause am PC. Wenn Kinder in der Schule lernen was "normal und natürlich" ist können sie auch besser mit den entsprechenden Angeboten im Internet umgehen. Ich wage aber zu bezweifeln dass A der Lehrplan und B die Lehrperson das entsprechen vermitteln können. Es reicht definitiv nicht "wenn ihr mehr wissen wollt, schaut im Internet nach".

Ich bin Christ, doch das...
...spielt hier absolut keine Rolle. Homosexuell empfindende  (Schwule und Lesben) sind für mich normale Menschen. Die sexuelle Orientierung ist für mich keine Krankheit. Ich selber sündige zu viel in meinem Leben als dass ich mir erlauben würde mit dem Finger auf Menschen zu zeigen und sie deswegen als Sünder zu bezeichnen. Ich behautpe Mal ein grosser Teil der bekennenden Christen hatte auch vor der Ehe Sex. Soviel zu Klischees und Vorurteilen.

Ich bin der Meinung, dass staatlich verordneter Sexualunterricht zwingend notwendig ist. Wenn er aber zu stark praxis- und erfahrungsbezogen gestaltet ist, kann dadurch viel Schaden angerichtet werden.

Das MFM Projekt (Link) wurde mir von einer Mutter empfohlen. Es gibt also Alternativen!

Freitag, 17. Juni 2011

Keine Sexualaufklärung ist auch keine Lösung

Es wehren sich vor allem konservative Politiker aus dem Lager...
...der EDU, SVP und FDP und natürlich aus der freikirchlichen Ecke und diesmal meine ich zurecht. Meine Ansicht begründe ich nicht mit Bibelstellen oder einer konservativen Haltung gegenüber der Sexualität (obschon die Aussagen der Bibel in Sachen Partnerschaft und Ehe durchaus Sinn machen).

Wo ist die Grenze...
...Kinder sind die Grenzen am Suchen und Testen. Lassen wir sie doch selber finden. Wenn in der Schule mit diesen Holz- und Plüschobjekten rumgespielt kann das bestenfalls als harmlos bezeichnet werden. Wenn sich aber Kinder gegenseitig massieren und den Körper "im Unterricht" entdecken sollen kann das aus meiner Sicht "gefährlich" enden.

Grenzüberschreitungen...
...sind sehr schnell passiert. Es ist sehr wohl möglich, das ein Kind bei diesem sogenannten Sexualunterricht lieber nicht mitmachen möchte, sich aber nicht getraut sich dagegen zu wehren. Was passiert wenn ein Kind dass missbraucht wird an diesem Unterricht teilnehmen muss? Dann lernt es, dass das was es erlebte normal ist...

 Wer bestimmt was harmlos ist...
...und was nicht: der Unterrichtsstoff, die Lehrerin oder die Klassenkameraden? Jede Situation in der das "Verhältnis" zu ungunsten von jemandem ausgenutzt wird, kann in einer Missbrauchserfahrung enden. Es soll mir mal jemand sagen, dass dieses sensible Kräfteverhältnis zwischen Lehrer und Schüler immer zu 100% ausgeglichen ist. Wenn die Lehrerin sagt wir sollen uns massieren, dann machen wir es auch, den wir müssen ihr gehorchen.

In der Präventionsarbeit wird...
...mit Liedern, Theater u.a. vermittelt, dass "mein Körper mein Körper - dein Körper dein Körper ist und ich Nein sagen darf. Ein Sexualunterricht wie er geplant ist steht teilweise im Gegensatz dazu.

Kein Sexualunterricht ist aber auch falsch...
...denn Kinder die nicht aufgeklärt werden können schneller zu Opfern werden. Diese Aussage steht nicht im Wiederspruch zu den vorherigen Punkten. Altersgerechte Aufklärung bei der wirklich darauf geachtet wird, dass er informations- und nicht erlebnisorientiert gestaltet ist verbunden mit einer fundierten Präventionsarbeit kann für die Entwicklung der Kinder durchaus hilfreich sein. Bei den heutigen Moralvorstellungen bezweifle ich aber sehr ob das überhaupt möglich ist.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Gehört zum SBB Kundendienst auch das WC-Papier reichen?

Unter Leitung des VöV...
Verband öffentlicher Verkehr wurde beschlossen auf Ende 2011 die Billettpflicht einzuführen. Das ist auch aber nicht nur die SBB. Auf Twitter häufen sich die Tweets welche der SBB Verrat, Abbau des Kundendienstes und noch viel schlimmere Sachen vorwerfen. "Die böse SBB, wir Steuerzahler helfen mit das Defizit zu tragen, darum erwarten gewisse Herren und Damen wohl ein Gratis GA 1. Klasse?


Beschissen bis zum Abwinken...
...wenn die Schweizer Bahnfahrer soviel Kreativität an den Tag legen würden wie beim Ausreden erfinden weil man kein Billett kaufen konnte, hätten wir den grössten Teil unserer Probleme gelöst. Auf den Fernverkehrsverbindungen kommt es öfters vor, dass man nicht kontrolliert wird. Man kann davon ausgehen, dass einige Reisende es in diesen Zügen"darauf ankommen lasse", und wenn der Zugchef kommt kann man ja das Billett im Zug nachlösen. Ausrede Nr. 1, hatte keine Zeit ist der Billettautomat war defekt. Nur blöd kann die SBB im Systemmanagement sehr wohl feststellen wann ein Automat tatsächlich nicht funktionierte.

Die SBB ist zu teuer...
...selbstverständlich ist der Zuschlag von CHF 10.00 den man für Billette im Zug bezahlen musste viel zu teuer. Immer höhere Preise aber immer weniger Sitzplätze, dass kann sich auch nur ein Staatsbetrieb mit seinen Beamten erlauben. Wenn die SBB zu 100% nach marktwirtschaftlichen Linien handeln würden sähe das Angebot ganz anders aus. Massiv weniger Züge, Regionallinien werden aufgehoben oder auf ein rentables Minimum gestrichen, das Personal am Bahnhof und in den Zügen würde auf ein finanziell vertretbares Minimum beschränkt.


Klarstellung der Mythen um die SBB
Die SBB ist eine AG und kein Staatsbetrieb. Sie erhält Subventionen vom Bund und von den Kantonen um den Service Public u.a. nicht rentable Verbindungen, Linien und Züge in den Randzeiten zu gewährleisten. Der CEO Andreas Meyer verdient gut aber nur ein Bruchteil vom Gehalt eines Bankers oder CEOs einer vergleichbaren Unternehmung. Beamten gibt es seit mehr als 20 Jahren bei der Bahn keine mehr. Wir arbeiten unter einem Gesamtarbeitsvertrag, wie es ihn übrigens in anderen Branchen auch gibt.

Was kann und darf ich erwarten...
...ein Sitzplatz wäre wünschenswert aber streng nach Gesetzt berechtigt eine Fahrkarten zum fahren/Transport einen Anspruch auf einen Sitzplatz besteht ohne Platzreservation nicht. Die Bahnsteige haben eine gewisse Länge. Es ist schlicht und einfach unmöglich an einer bestehenden Komposition noch zig Wagen anzuhängen.

Die SBB haben ihr Angebot in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut. Es verkehren in Spitzenzeiten mehr als 2 Züge pro Stunde auf gewissen Hauptverkehrsachsen. Es gibt in der Schweiz nur wenig Orte die man nicht mit dem ÖV erreicht. Solche Zustände bezeichne ich als Paradies, bereits in den Nachbarländern sieht es ganz anders aus.

Anständiges und freundliches Personal gehört dazu. Der Kunde ist König, er sollte sich aber auch so benehmen. Ich persönlich habe grossen Respekt vor allem Verkaufspersonal (der SBB und anderswo) welches immer freundlich blebt auch wenn sie ganz persönlich auf unterstem Niveau beleidigt werden.


Gewisse Menschen und politische Kräfte... 
sind der Meinung nur weil die SBB z.T. subventioniert ist müsse sie ihr Angebot zum Nulltarif anbieten. Vor allem Politiker aus dem rechten und wirtschaftlichen Lager SVP, FDP etc. wollen die Subventionen kürzen, wenn die SBB aber marktgerechte Preise verlangen würde, wäre ein Volksaufstand vorpgrogrammiert. Das Gleiche ist bei SBB Cargo der Fall. Gewisse Unternehmen erlauben sich Forderungen die sie anderswo nicht im Traum stellen würden. SBB Cargo tönt nach Staatsbetrieb (auch wenn sie es defakto nicht ist) darum machen wir zuerst einmal die hohle Hand.


Zuerst wird getankt...
...bevor man mit dem Auto losfährt. Kein Mensch verlangt, wenn er auf der Autobahn liegenbleibt vom TCS Benzin zu Nulltarif. Niemand würde ohne Flugtickets in ein Flugzeug steigen. Kein Mensch fährt in die Ferien und verlangt vom Hotel extra für ihn ein Zimmer freizuhalten obschon er vorher nicht gebucht hat. Aber bei der SBB ist das etwas anders da erwartet Herr und Frau Schweizer einen Rundumservice der selbst ein Buttler nicht bieten kann.



Vor dem Einsteigen Ticket lösen...
...und nicht auf den letzten Drücker an den Bahnhof rennen. Im Zeitalter von Fahrkarten auf dem Smartphone oder Ticketausdruck zu Hause kann man die Hetzerei problemlos vermeiden. Was soll also der Aufstand?

Sind wir Schweizer einfach zu verwöhnt?

Weitere Informationen zu diesem Thema...
...findet Ihr auf dem BLOG schweizweit.net von Andreas Hobi Link zum Artikel ist hier



Freitag, 10. Juni 2011

Der Missionar Reinhard Bonke kann definitiv nicht heilen

Kein Mensch kann heilen...
...auch wenn sich gewisse so aufführen als könnten sie es. Egal ob Geistheiler, Medien oder Menschen aus dem freikirchlichen Bereich, sie sind alles Werkzeuge die sich von (unsichtbaren) Mächten und Kräften dazu benutzen lassen. (Mit Mächten und Kräften bezeichne ich "Ereignisse" auf dieser Welt, für die es keine belegbare Erklärungen gibt, ob gut oder schlecht hängt vom Standpunkt des Betrachters ab).

Versprechen geheilt zu werden...
...sind aus meiner Sicht bedenklich und unmoralisch Denn so etwas kann niemand garantieren. Selbst das grösste Medium oder der gesegnetste Evangelist kann nicht selber bestimmen ob, wann und wie ein Mensch geheilt wird für den er "die Kräfte fliessen lässt" oder betet.

Das Spiel mit den Massen...
...beherschen nicht nur Rockstars und amerikanische Politiker. Jede Art von grösseren Anlässen entwickeln eine Dynamik welche gelenkt werden kann (seit ihr alle da und die Masse gröllt Ja) oder muss (Sicherheit im Station) und im schlimmsten Fall bewusst manipuliert wird. Ob Reinhard Bonke die Massen willentlich manipuliert kann ich nicht sagen. Ich war an einer Veranstaltung von ihm und ich fühlte mich definitiv manipuliert.

Waren die Heilungen von Jesus...
...ein Spektakel? Wenn man in der Bibel von den Menschenmassen liest, die er durch sein Reden und Wirken angezogen hat zweifelsohne. Er war sich jedoch seiner Rolle als Gottes Sohn bewusst und hatte es nicht nötig sich als Showman in den Mittelpunkt zu stellen oder sich huldigen zu lassen. Was mich brennen interessien würde ob seine Jünger bei den Zuschauern auch eine Kollekte eingezogen haben.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Männer weinen ohne Tränen - die Geschichte eines Missbrauchs

Ja, auch Jungen werden sexuell missbraucht...
...spätestens seit den Skandalen im Zusammenhang mit der katholischen Kirche haben wir zumindest davon gehört. Aber was heisst es für einen Jungen Opfer zu sein, sich nicht gewehrt zu haben. Was und wie fühlt er sich? Berichte in Zeitungen, Reportagen am Fernsehen entsetzen und wühlen mich auf. Bücher, Biographien oder Romane wirken bei mir länger. Dann werde ich Teil vom Leben und Erlebe mit. Ein Roman den ich zum Thema sexuell missbrauchte Jungen empfehlen kann ist: Flieh zu den Sternen von Eduard Breimann http://bit.ly/it65HH

Der Anfang ist es dunkel...
...wir werden mitgenommen an den Ort wo der Missbrauch stattfindet. Zum einen durch den eigenen Stiefvater, der den eigenen Jungen einem Perversling anbietet und zum anderen durch den Täter selbst. Wir erfahren, dass sich ein Knabe genau so verschissen und voller Angst aber auch angeeckelt und wütend fühlt.

Ein Missbrauch hat immer eine Vorgeschichte...
...ich war kürzlich in Peenemünde und habe Runinen von DDR-Plattenbauten gesehen die zum Teil noch bewohnt wurden. Darum kann ich mir gut vorstellen in welchem Umfeld Nick lebt. Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund und beschreibt die reale sowie die Gefühlswelt des Jungen hautnah und lebensecht.

Der Junge hat Freunde...
...etwas was nicht alle Missbrauchsopfer haben. Seine sind Janosch ein etwas älterer Junge, ein Mann und seine Sternenfreunde zu denen er flieht, wenn es ihm in der richtigen Welt zuviel wird. Wenn die Schmerzen und die Schahm zu gross werden.

Erstens kommt es anders...
...und zweitens als man denkt. Nicks Leben ändert sich grundlegend. Er erhält die Chance das Leben neu zu lernen und sein zerstörtes Selbstwertgefühl neu aufzubauen. Über Kinderheime hört man sehr viel schlechtes - aber es geht auch anders - und Nick hat das Glück.

Wir lernen den Jungen wirklich kennen...
...der Autor beschreibrt ausführlich und lebensnah die Nicks Gefühle und wie er damit umgeht. Er zeigt wie sich der Junge entwickelt und verändert. Wir durchleben mit ihm schöne Momente aber auch Rückschläge bis hin zum Selbstmordversuch. Es ist wie, wenn wir direkt in sein Herz sehen können. Würde ich Nick auf der Strasse begegnen würde ich es spühren.

Sexueller Missbrauch ist kein Thema...
für sie? Sollte es aber, denn jede 3. Frau und jeder 7. Mann haben ihn erlebt. Es gibt in ihrem Bekanntenkreis sicher jemand der betroffen ist. Wenn sie nicht wissen, wie sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen sollen und gerne lesen, dann ist dieses Buch ein guter Weg dazu.