Sonntag, 10. April 2011

Die EDU Nachfolgerin der atomaren Schöpfung?

Wir nehmen Verantwortung...
...gegenüber dem Schöpfer, der Gesellschaft und dem Staat wahr. Dieser Satz steht ganz prominent auf der Homepage der Eidgenösisch-Demokratische Union unter "Über uns". Das heisst alles aber auch nichts, denn Verantwortung ist eine Frage der Definition und aus meiner Sicht eine politisch gefärbte Aussage und eigentlich im Wiederspruch zu der Maxime der Partei klare (christliche) Werte zu vertreten.

Verantwortung heisst meiner Meinung...
...Sorge tragen zur Schöpfung die uns von Gott anvertraut worden ist. Sorgsam mit den Ressourcen unserer Erde umgehen so, dass auch kommende Generationen in und von ihr leben können. Auf die Schnelle habe ich in der Bibel keinen Spruch gefunden, der uns beauftragt unsere Schöpfung zu bewahren. Somit wäscht die EDU ihre Hände in Unschuld, denn was nicht direkt in der heiligen Schrift zu finden ist hat für sie wenn überhaupt nur eine untergeordnete Bedeutung (meine persönliche Interpretation).

Ein Ausstieg aus der Atomenergie ist unrealistischer...
Irrweg ohne vernünftige Ersatzlösung, das schreibt Altnationalrat Markus Wäfler im EDU-Parteiorgan Standpunkt vom April 2011. Es gibt also keine andere Lösung weder Wasserkraft noch Sonnenenergie oder andere erneuerbaren Energien? Sind wir wirklich gezwungen unseren Kindern und Grosskindern atomarer Abfall zu schenken der über tausende von Jahren sie noch anstrahlt? Ich kann wirklich nicht nachvollziehen wie Politiker solche öffentliche Aussagen publizieren? Aus meiner Sicht ist es verantwortungslos "nur" auf das atomare Pferd zu setzen (denn es gibt keine vernünftigen Ersatzlösungen).

Wenn man nicht der Linie folgt...
...dann wird man in der SVP gerne als Linker, Grüner und Kommunist bezeichnet. In der EDU wird sehr schnell  in Frage gestellt ob man überhaupt Christ sei. Ich bin kein Grüner und trotzdem mache ich mir Gedanken über unseren Umgang mit den Rohstoffen. Ich bin kein SPler und trotzdem frage ich mich wie wir der Armut in unserem Land begegnen können. Ich bin kein Kommunist und trotzdem frage ich mich ob der globale und offene Markt für alle sinnvoll und vorteilhaft ist.

Es gibt Christen, die können nicht diskutieren...
...was ich selber erlebt habe. Ich frage und hinterfrage gerne, den ich möchte die Beweggründe der Menschen mit Macht kennen. Dabei erlebe ich in christlichen Kreisen sehr wenig eine offene Auseinandersetzung mit dem Thema. Man ist nicht bereit die eigene Position zu überdenken. Diskussionen werden oft nur dazu verwendet um den "Gegner" zu der eigenen Meinung zu bekehren. Doch ich will jetzt nicht unfair sein, solche Eigenschaften gibt es wohl in allen politischen Gruppierungen, doch bei den Gläubigen ist meiner Meinung nach ausgeprägter, denn einem Pfarrer wiederspricht man (plakativ ausgedrückt) nicht.

Es muss einen Gewinner und einen...
...Verlierer geben. Es ist nur schwer möglich, dass wir nach einer Diskussion auseinander gehen und sagen können: In gewissen Fragen hast Du in anderen Fragen ich recht. Diese Haltung prägt unsere Politik und wiederspiegelt sich sehr gut in der Arena. Eigentlich sollten alle Politiker für alle arbeiten. So wie es Ghandi sagte: "Wenn es um Indien geht, bin ich Hindu, Moslem, Christ und Jude zugleich." Doch unsere Politik wird von Grabenkämpfen geprägt. Es gibt meiner Meinung nach niemand im Bundeshaus der nicht irgendwo irgendwelche Interessen vertritt. Überspitzt gesagt sollte die SVP auch die Interessen von Sans-Papier vertreten, die PdA sich für eine geringere Steuerbelastung von Unternehmen einsetzen, denn die Schweizer Politik bestimmt das Leben von allen Menschen die in der Schweiz leben