Montag, 21. März 2011

Die Zone 30 wird zur Todesfalle für Kinder

Die Zone 30...
...findet man vor allem in Wohngegenden. Da spielen auch Kinder... auch auf der Strasse... Ich selber wohne in einer solchen Zone. Das hier nicht mehr Unfälle passieren grenzt an ein Wunder, denn 8 von 10 Automobilisten fahren deutlich über 30 km/h.

Die Signalisation...
...hat diese Bezeichnung nicht im entferntesten verdient. Fussgängerstreifen werden innerhalb der Zone alle (!!!) entfernt. Hinweisetafeln - Fehlanzeige. Lediglich am Beginn der Zone ist die Zahl 30 auf dem Boden angebracht. Diese Zahl ist in der Dämmerung, bei Regen, Schnee oder Sonneneinstrahlung nicht sichtbar. Selbst unter normalen Umständen muss man wissen, dass die Zone hier beginnt.

Die Behörden sollten...
...für jeden Unfall der aufgrund dieser Zonen und deren mangelhaften Kennzeichnung passiert zur Verantwortung gezogen werden. Nicht einmal normale Geschwindigkeitsschilder werden aufgestellt, die wären wenigsten besser sichtbar.

Ich gehe über die Strasse...
...wo es mir passt. Rein theoretisch sollte das in diesen Todeszonen überall gefahrlos möglich sein, den die Autofahrer sind mit höchstens 30 km/h unterwegs - oder wohl besser sollten. Kinder die in solchen Zonen aufwachsen sind nicht selten der Meinung, dass das Überqueren der Strassen überall so möglich ist wie bei ihnen zu Hause.

Fussgängerstreifen waren früher...
...ein deutliches Zeichen für Fussgänger und Automobilisten. Luege - Lose - Loufe - lieber lenger läbe. Das "macht" man vor jedem Fussgängerstreifen - habe zumindest ich noch in der Schule gelernt. Das wussten selbst die Kleinsten... Heute gilt das nicht mehr, denn innerhalb der 30er Todeszonen werden alle Streifen entfernt, auch diejenigen welche durchaus noch sinnvoll gewesen wären.

Wie viele Unfälle müssen noch passieren...
...bis PolitikerInnen etwas unternehmen? Auch wenn statistisch die meisten Unfälle auf den Fussgängerstreifen passieren... hat jemand von der BfU auch mal ermittelt wieviele Unfälle neben oder wegen fehlenden Sicherheitsmarkierungen passieren (es muss nicht partout ein Streifen sein). Wenn Zone 30 dann bitte gut und sichtbar signalisiert.

4 Kommentare:

Andreas Aerni hat gesagt…

30er Zonen sind eine gute Sache. Fussgänger haben Vortritt VOR dem Strassenverkehr. Darum braucht es keine Fussgängerstreifen. Wenn es Streifen hat, gibt man quasi zu, dass die Zone nicht funktioniert.
Und das ist leider oft der Fall. Bei dir ist sie Strasse tatsächlich zu breit und schlecht angeschrieben. Den ewigen "Ich fahre Auto und alle anderen haben zu weichen"-Idioten fehlt dier i<ntelligenz, das zu begreifen. Meiner Meinung müsste rigoros kontrolliert werden, so dass es sich rumspricht, dass 50 in einer 30er-Zone eine schlechte Idee ist.

der Muger hat gesagt…

Ist es nicht etwas naiv zu glauben, dass ein paar Verbotsschilder und Strassenmarkierungen Unfälle verhindern. Da könnte man konsequenterweise doch gleich ein Schild „Unfälle verboten“ aufstellen.

Gruss vom Muger

BroccOli hat gesagt…

Mein Erfahrungen als Vater von drei kindergarten-/schulpflichtigen Kids, die z.T. täglich durch solche Zonen zur Schule müssen, decken sich leider zum grossen Teil mit dem, was du schreibst - leider! Ich meine, dass hier - bei guter Absicht - dem gesunden Menschenverstand etwas viel zugemutet wird. Ergänzende Massnahmen scheinen mir mehr als überfällig..

igi hat gesagt…

@ AA, deinen besprochenen damen und herren wär auch das egal
@ Muger, da im strassenverkehr auch individuen unterwegs sind die schwächer gestellt sind als du und ich ist es alles andere als unsinnig schilder aufzustellen, in diesem fall geht es ja darum das die "regel" nicht sichtbar aber eigentlich ersichtlich ist.
heute weiss man eigentlich das in solchen quartieren diese regel gilt; auch der rechtsvortritt wird regelmässig missachtet und das obwohl die markierungen alles andere als unverständlich sind!
Fazit: für dumme autofahrer braucht es auch diese "dummen" schilder und für noch "dumme" kinder ebenso! ciao a tutti