Dienstag, 21. September 2010

Waffenschein fuer Psychopathen

Ein richtiger Mann hat ein Sturmgewehr im Haus...
...sonst ist die Schweizer Armee nicht einsatzfähig. Es wäre unverantwortbar, wenn die wehrhaften Schweizer Männer zuerst ihre Waffe im Zeughaus abholen müssten bevor sie im Aktivdienst die Schweiz gegen die Angriffe der Taliban verteidigen. Auch wenn ich sehr lange überlege und den Kopf ganz schräg halte damit all mein Verstand an einem Punkt sich sammelt, ist mir kein Grund eingefallen warum das Sturmgewehr zu Hause bei Frauen und Kinder sein sollte.

Gründe für eine Waffe zu Hause...
...ist aus meiner Sicht ein Gefühl der Macht und Stärke. Wenn die Horden der Taliban in der Schweiz einfallen kann ich meine Familie gegen einen Angriff schützen. Aber das geht ja gar nicht, denn alle wehrhaften Schweizer Mannen stehen dann geschlossen an der Schweizer Grenze und verteidigen unser Land gegen die zahlreichen Asylanten die in die Schweiz einfallen wollen. Obschon ich den Schiesssport in erster Linie als Lärmbelästigung empfinde ist das für mich der einzige Grund warum eine Waffe in privaten Haushalten sein könnte.

Amokläufe werden nicht verhindert...
...wenn Waffen bzw. das Sturmgewehr nicht zu Hause aufbewahrt werden dürfen. Wenn die Amokläufer und zum grossen Erstaunen der allwissenden Experten auch Amokläuferinnen keine Schusswaffen haben weichen sie auf andere Mordwerkzeuge aus. Solche und ähnliche absurden Argumente werden von den Waffennarren (oder je nach Ansicht Waffenidioten) ins Spiel gebracht warum das Sturmgewehr zu Hause im Estrich sein sollte wo auch die Kinder Zutritt haben. Es ist makaber aber wer richtet grösseren Schaden an, ein Mann mit einer Schnellfeuerwaffe oder mit einem Messer?

Die allmächtige Waffenlobby...
...verhindert aktiv im Dienst für die Schweizer Bevölkerung, dass der Staat gesetzliche Möglichkeiten erhält, um den Missbrauch von Waffen zu mindern. Der wehrhafte Schweizer Eidgenoss der mit Hellebarde gegen einen (imaginären) Feind kämpft hat sich im Gedächtnis von einigen Politikern aus dem bürgerlichen Lager (vor allem SVP) offensichtlich zu stark eingebrannt. Wenn so auch nur ein Mord oder Selbstmord verhindert werden könnte sollten wir so ein Gesetz einführen - aber Nein, man nimmt Opfer bewusst in Kauf. Ich fordere, dass Politiker die sich gegen ein schärferes Waffengesetz aussprechen, den Hinterbliebenen in die Augen sehen müssten. Aber ich denke, dass sich die Mehrheit von dieser Verantwortung drücken würde.

Ein Psychotest für den Waffenschein...
...sollte Pflicht sein. Die Kosten dafür gingen zu Lasten Antragsteller. Klar kann man damit nicht ausschliessen, dass mit Waffen schreckliches angerichtet wird. Amokläufe werden damit auch nicht unterbunden aber die Gefahr, dass psychisch labile Menschen eine Waffe erhalten wäre damit ein bisschen geringer.

Was würden die Befürworter sagen...
...wenn sich ein eigenes Kind mit dem Sturmgewehr des Vaters umbringen würde? Was würden Politiker sagen, wenn jemand mit einem Sturmgewehr ins Parlament stürmen und wild um sich schiessen würde? Was würden Waffennarren sagen, wenn sie den Schmerz von Hinterbliebenen am eigenen Leib erfahren müssten?

Wenn wir nur ein Menschenleben...
...durch strengere Bestimmungen retten könnten, hätte es sich bereits gelohnt


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Mittwoch, 15. September 2010

Heilt Gott doch nicht?

Ein todes Baby kehrt zurück ins Leben...
...ein Frühchen wurde nach 20min Reanimationsversuchen für tod erklärt und der Mutter zum Abschiednehmen übergeben. Sie legte es an ihren Körper und plötzlich beginnt es wieder zu atmen. War das ein Wunder - laut den Ärzten ja - aber wer oder was ist der Grund dafür?

In der Bibel lesen wir...
...von verschienen Heilungen. Ich glaube, dass die Geschichten in der Bibel sich auch so zugetragen haben also sollte ich die Frage ob Gott heilt ganz klar mit JA beantworten. Aber...

Nicht jeder Mensch wird geheilt...
...für den gebetet wird. Warum ist das so? Sind gewisse Gläubige gesalbter als andere? Begehen gewisse  Beter weniger Sünden als andere - werden desshalb mehr gesegnet als andere? Es gibt Phänomene die wissenschaftlich nicht erklärbar sind. Es sind Fälle belegt bei denen an einer Untersuchung Krebs im Körper festegestellt wurde - bei der nächsten war er verschwunden. Der Mechanismus hinter dem ganzen kennt wohl nur Gott alleine.

Wer entscheidet über die Heilung...
...eines Menschen? Ich kenne in meinem Umkreis zwei überzeugte, gläubige Christen für die sehr viele Gebete gesprochen wurde und beide sind gestorben. Gott wird schon wissen warum andere geheilt werden und sie nicht. Warum erklärt er uns das nicht? Ich gebe mich hier nicht (mehr) mit der Standardantwort wie: Das ist eben Gottes Sache und er wird schon (oder sicher besser als du) wissen was er macht. Oft, sehr oft wird einem der Bibelspruch "denen die Gott lieben werden alle Dinge zum besten dienen" (Römer 8,28) um die Ohren geschlagen. Was bitte soll daran gut sein, das mein Freund an einer unheilbaren Erbkrankheit strerben musste? Ich akzeptiere diesen Text in der Bibel - aber das er als pseudoüberheblichalleswissendechristliche Antwort missbraucht wird bringt mich zum rückwärtsessen.

Was ist der Sinn...
...des Leidens? Auch wieder ein paar Beispiele aus der christlichen Standardantwortkiste: Gott will dich etwas lehren. Dadurch wirst du stärker und reifer. Durch dein Leiden bist du ein Zeugnis für andere. Das stimmt alles und im nachhinein sehen das manche Leidende auch so. Aber wäre es nicht ehrlicher wenn wir Christen auf solche Weisheiten verzichten oder zumindest den Gebrauch möglichst einschränken würden?

In deinem Leben muss Sünde sein...
...dass du einen behinderten Sohn geboren hast. Das wurde einem Evangelisten an den Kopf geworfen, der seinen Sohn über alles liebt. Was hat so ein Satz mit dem christlichen Glauben zu tun? Zumindest ist er in keiner Weise damit vereinbahr. Wo bleibt da die Ehrlichkeit? Warum müssen wir Christen auf alle Fragen der Welt eine Antwort haben? Ist es nur um die Überlegenheit des christlichen Glaubens zu demonstrieren? Dürfen wir uns nicht eingestehen, dass Gott nicht immer sich so verhält wir uns es vorstellen oder wünschen? Was passiert wenn wir zum Schluss kommen, dass Gott nicht immer heilt?

Christen stellen sich an Gottes Platz...
...und geben an seiner Stelle die Antwort auf die Fragen der Welt. "Gott hat zu mir gesprochen dass du..." Wir führen uns auf, wie wir (und nicht Gott) die Antwort haben. Wir hauen Menschen die eigentlich nur unsere Hilfe wollen Bibelzitate um die Ohren statt zu hören was sie wirklich bedrückt. Mir fehlt eine grosse Portion Ehrlichkeit in den christlichen Kreisen. Es ist keine Schande einzugestehen, dass wir keine Antwort haben und genau so hilf- und sprachlos dem Leid gegenüberstehen.



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Montag, 13. September 2010

Jesus verbrennt keinen Koran

Tut er 's tut er's nicht...
...oder wie es dem Führer einer Gruppierung von 50 Gläubigen gelingt die ganze Welt zu beeinflussen. Wenn er die Medienpräsenz die er durch seine fragwürdige Aktion erlangte bezahlen müsste wäre das sicher ein 5stelliger Betrag. Ich kann nicht nachvollziehen wie jemand behaupten kann, Gott habe ihm gesagt den Koran zu verbrennen. Diese Aktion erinnert mich doch sehr stark an die Bücherverbrennung durch die Nazis oder andere totalitäre Regime.

Ist er oder ist er nicht...
...der Prediger einer Freikirche die den Pfingstgemeinden nahesteht? In Amerika sind Kirche und Staat strikte getrennt. Jeder oder jede die sich berufen fühlen können eine Gemeinde gründen und sich Pastor nennen. Der christliche Fundamentalismus weist darum bei gewissen Gruppierungen durchaus Parallelen zum islamischen auf. Ku-Klux-Klan lässt grüssen.

Würde Jesus den Koran verbrennen...
...ich persönlich glaube das nicht. Ich bin kein Theologe aber was ich über Jesus bis jetzt gelesen habe ist das Bild eines Mannes der stets respektvoll mit seinen Mitmenschen umging. Bei seinen Begegnungen mit Menschem am Rande wie Zöllner oder Prostitutierten verurteilte er nicht sie sondern ihr Handeln. Er hat zwar dem reichen Kaufmann gesagt, dass er all seinen Besitz verkaufen sollte - aber nur weil der ihn gefragt hat. Das er etwas was jemandem heillig ist schändet und verbrennt ist für mich unvollstellbar.

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Sonntag, 12. September 2010

Ohne Eltern keine Zukunft

An der Hochzeit spielen neben dem Brautpaar...
...meistens die Eltern eine wichtige Rolle. Ob sie da sind und sich mit ihrem Kind freuen aber auch wenn sie nicht da sein können oder wollen. Viele Brautpaare sind sicher froh um die finanzielle Unterstützung, denn eine Hochzeit kostet heutzutage je nach Programm bis CHF 20'000.00 oder mehr. Die seelische Unterstützung ist aber aus meiner Sicht noch viel wichtiger und unbezahlbar.

Die beiden Väter...
...haben an der Hochzeit für ihren Sohn und ihre Tochter gebetet und für die Ehe gesegnet. Eine berührende Geste mit sehr viel Tiefgang. Auch für jemand der mit dem Glauben nicht viel am Hut hat ist das ein Zeichen, dass die Eltern zu ihren Kindern stehen und sie mit ihrem ganzen Sein auf ihrem Weg unterstützen.

Das Wohl der Kinder zählt...
....sollte eigentlich doch das Bestreben aller Eltern sein. Ist es aber leider nicht immer. Es fängt schon damit an, dass man sich eigentlich ein Junge/Mädchen gewünscht hätte. Der Vater konnte nicht studieren und war nur ... darum muss der Sohn unbedingt an die Uni und wird angetrieben und überfördert. Der Sohn meint, nur durch gute Leistungen den Eltern gefallen zu können. "Aus dir wird nie etwas." ist das andere Extrem. Beide sind Gewichte an den Beinen der Kinder die sie oft ein Leben lang nicht los werden.

Ohne Eltern eine Zukunft...
...ist durchaus möglich - es ist aber definitiv schwieriger. Mir ist an der Trauung von Gestern wieder einmal bewusst geworden wie überaus wertvoll es ist, zu wissen dass die Eltern hinter einem stehen. Eine gewisse Lücken kann der (bzw. ein) Glauben ausfüllen. Aus meiner Sicht aber nicht alle!

Eltern sein - eine Chance...
...dem eigenen Kind das Leben zu geben. Fehler machen alle, die perfkete Erziehung in der alles stimmt gibt es nicht. Ich wünsche mir einfach, dass es mehr Eltern gäbe wie die zwei von der Trauung letzten Samstag.


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